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Canadian Coins - Kanadische Münzen / Provinzen + Reisetipps


  
  

Provinzen: New Brunswick

New Brunswick: Das Land

Die Provinz New Brunswick ist eine der vier Atlantikprovinzen in Ostkanada. New Brunswick grenzt an Nova Scotia, Québec und an den US-amerikanischen Bundesstaat Maine. Die Provinz hat die Form eines Rechtecks und mißt von Süden nach Norden 322 km, und von Ost nach West 242 km. Die Fläche der Provinz (73 500 km²) ist zu 85 Prozent bewaldet. Im Norden ist New Brunswick recht gebirgig. Der höchste Berg ist der Mount Carleton (820 m). Das Landesinnere ist überwiegend eben, im Osten flacher, im Südosten eher hügelig. Die größten Flüsse sind Miramichi, Nepisguit, Restigouche und St. John. Von den Indianern "oa-lus-tuk" ("Schöner Fluß") genannt, bewässert der St. John auf einer Länge von 725 km das fruchtbare Land im Westteil der Provinz. Flußabwärts, in der Region von Madawaska, bildet er die natürliche Grenze zwischen Maine und Kanada. Zweimal täglich strömen mit dem Einlaufen der Flut 100 Milliarden Tonnen Wasser an einer felsigen Landzunge vorbei in die Bay of Fundy. Die dabei entstehende Strömung entspricht faktisch derjenigen, die alle Flüsse der Welt zusammengenommen im Laufe von 24 Stunden aufweisen. Am Ostende der Bay of Fundy steigt die Flut fast 15 Meter hoch und erreicht damit einen weltweiten Höchststand. Sie könnte ein vierstöckiges Gebäude überschwemmen.

 


 

Die Geschichte

Europäern war New Brunswick schon seit dem frühen 15. Jahrhundert bekannt, als unerschrockene baskische Fischer ihr Gewerbe von Miscou aus bis in den Nordosten der Provinz ausdehnten. Damals lebten Indianer vom Stamm der Malecite und Mi'Kmaq in dieser Region. Die Mi'Kmaqs waren die ersten, die Samuel de Champlain und die Franzosen empfingen, als diese 1604 in New Brunswick an Land gingen. Die Ureinwohner unterhielten von Anfang an gute Beziehungen zu den Franzosen. Sie waren den französischen Siedlern, den Akadiern, bei der Anpassung an das neue Land behilflich und beteiligten sich an den französischen Angriffen auf Neuengland. Ein Jahrhundert lang befehdeten sich Briten und Franzosen wegen des Besitzes der Region. Mal gewannen die einen, mal die anderen die Befehlsgewalt über die Gegend, bis im Jahre 1713 Akadien im Vertrag von Utrecht an die Briten abgetreten wurde. Mit der Zeit verloren die Franzosen das Interesse an den Akadiern. Sie wandten sich dem Neuen Frankreich zu und dem blühenden Pelzhandel. Bis 1755 hatte England seine Vorherrschaft als Kolonialmacht etabliert. Aus Furcht, die Akadier könnten zu einem Sicherheitsrisiko werden, vertrieben die Briten die Akadier, die keinen Treueeid auf die Britische Krone schwören wollten, fast ausnahmslos in die Vereinigten Staaten. Ihr Exil dauerte acht Jahre. Dann kehrte ein Großteil von ihnen wieder in ihre Heimat zurück. 1783 wurde der Westteil von Nova Scotia zur Heimat von Tausenden von Loyalisten, die sich nach der amerikanischen Revolution hierher geflüchtet hatten. Diese amerikanischen Kolonialisten wollten der Britischen Krone treu bleiben und gründeten im Nordteil der Provinz ihre Gemeinden. Diese Masseneinwanderung von Loyalisten führte zu einr Spaltung zwischen Nova Scotia und New Brunswick. Im Juni 1784 wurde New Brunswick eine eigenständige Provinz. Zusammen mit anderen Provinzen schloß sich New Brunswick 1867 zum Dominion of Canada zusammen.

 


 

Die Bevölkerung

1996 lebten 738.113 Menschen in New Brunswick. Als Provinz mit dem höchsten Prozentsatz (35 Prozent) an französischsprachigen Einwohnern (außerhalb Québecs) ist New Brunswick Kanadas einzige offiziell zweisprachige Provinz. Im Erbe der Bevölkerung von New Brunswick vermischen sich die Traditionen von Franzosen, britischen Loyalisten, Schotten und Iren mit später hinzukommenden deutsche,n skandinavischen und asiatischen Elementen. Die kleine Stadt New Denmark rühmt sich, Nordamerikas größte dänische Kolonie zu sein. Die indigenen Völker - vor allem Mi'Kmaq und Malecite - sind in New Brunswick mit über 12.000 Menschen vertreten. Die meisten Bewohner leben an den Küsten der Provinz und in den Flußtälern. St. John (124.240 Einwohner) ist die größte Stadt, gefolgt von Moncton (57.000 E.) und der Provinzhauptstadt Fredericton (46.000 E.)

 


 

Die Wirtschaft

Mit der Globalisierung der Märkte und der Kostenexplosion in den Wirtschaftszentren haben internationale Standortberater wie zum Beispiel KPMG und Boyd auf der Suche nach kostengünstigen Produktionsstandorten die Vorzüge von Randgebieten wie New Brunswick entdeckt. In einer Untersuchung von 23 Städten in Nordamerika kam KPMG 1996 zu dem Ergebnis, daß Kanadas standortabhängige Kosten im allgemeinen ca. 15,7% unter den Kosten der USA liegen und daß die Stadt Moncton in New Brunswick in diesem Vergleich einer der kostengünstigsten Produktionsstandorte darstellt. Mit den Kostenvorteilen, die insbesondere durch ein niedriges Lohnniveau mit Lohnnebenkosten von ca. 16%, die extrem günstigen Boden- und Gebäudepreise und die geringen Energiekosten entstehen, hat die New Brunswicker Wirtschaftsförderung in den letzten zehn Jahren gute Erfolge in der Industrieansiedlung erzielt. Die in Übersicht 2 aufgeführten Unternehmen aus USA, Europa und Asien haben sich in New Brunswick angesiedelt und beliefern von dort den NAFTA-Raum, der Kanada, die USA und Mexiko einschließt und innerhalb der nächsten 15 Jahre zu einem zollfreien Markt mit über 360 Millionen Konsumenten und einer Kaufkraft von ca. US $ 6,7 Trillionen in Waren und Dienstleistungen zusammenschmilzt.

 


 

Um auf die offizielle Internetseite der Provinz New Brunswick zu gelangen bitte auf die Flagge klicken.

 


 

Quelle:
BOTSCHAFT VON KANADA
Abteilung Kultur, Presse und Akademische Beziehungen
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