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Canadian Coins - Kanadische Münzen / Provinzen + Reisetipps


  
  

Provinzen: Saskatchewan

Saskatchewan: Das Land

Saskatchewan liegt in der Prärieregion Kanadas und grenzt an Manitoba, Alberta, die Nordwest-Territorien und an die USA. Die Provinz hat die Form eines Rechtecks und ist 651.900 km² groß. Die Hälfte der Provinz ist bewaldet, ein Viertel bewirtschaftet, und ein Achtel ist mit Wasser bedeckt. Der Norden der Provinz besteht aus dem Gestein des Präcambriums, das charakteristisch ist für den kanadischen Schild. Hier gibt es über 100 000 Seen sowie Flüsse, Moore und bloßes Felsengestein. Der südliche Teil der Provinz ist ziemlich flach mit einigen Tälern, die durch Erosion im Anschluß an die Eiszeit entstanden sind. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in der Prärieregion. Bestimmte Regionen Saskatchewans haben Wüstencharakter. Im Provinzpark von Athabasca gibt es bis zu 30 Meter hohe Sanddünen und eine fast wüstenähnliche Vegetation. Nirgendwo sonst in der Welt findet man soweit nördlich Dünen. Ihren Namen hat die Provinz vom Cree-Word "kisiskatchewanisipi" ("Sanft fließender Fluß") . Saskatchewan hat drei größere Flüsse: den Assiniboine, den South Saskatchewan und den Churchill River. In der gesamten Provinz ist der Sommer heiß und trocken. Doch das Städtchen Estevan darf sich , mit 2540 Sonnenstunden pro Jahr, unbestritten Kanadas "Hauptstadt des Sonnenscheins" nennen.

 


 

Die Geschichte

Die ersten Europäer, die als Forschungsreisende und Fallensteller nach Saskatchewan kamen, fanden hier bereits wohl etablierte Siedlungen der indigenen Völker vor. Im Norden lebten die Chipewyan-Indianer. Als Nomaden durchstreiften die Blackfoot-Indianer die Ebenen im Osten, und im Westen lebten die Assiniboine. Das Gebiet der Cree, die seit langem im Norden lebten, erstreckte sich auch südwärts bis in die Ebenen. Als erster Forschungsreisender kam Henry Kelsey, ein Agent der Hudson's Bay Company in die4 Provinz. Er war 1690 dem Saskatchewan River bis zu den südlichen Ebenen Saskatchewans gefolgt. Den Trappern folgten Pelzhandelsunternehmen und Handelsposten auf dem Fuße. Sie begründeten viele der heutigen Siedlungen. 200 Jahre lang besaß und verwaltete die Hudson's Bay Company die Nordwest-Territorien. Als sie deren landwirtschaftliches Potential und Besiedlungsmöglichkeiten erkannte, erwarb die Regierung von Kanada im Jahre 1870 die Territorien. Nach dem Erlaß des Dominion Lands Act im Jahre 1872, das die Besiedlung förderte, und nach der Verabschiedung eines weiteren Gesetzes, das die Einwanderung ankurbelte, brachte die neue Eisenbahn Siedler in dieses fruchtbare Land. 1905 trennte sich Saskatchewan von den Nordwest-Territorien und schloß sich der Konföderation an. Regina wurde Provinzhauptstadt. Die folgenden Jahre waren, bis zur Weltwirtschaftskrise, Jahre des Wohlstands. Die Krise fiel zusammen mit einem Jahrzehnt der Trockenheit und schlechter Ernten und brachte der Provinz die mageren Jahre der großen Depression. 1945 kam mit der Cooperative Commonwealth Federation (CCF) erstmals in Nordamerika eine sozialistische Partei an die Regierung. Ihr Vorsitzender Tommy Douglas kämpfte für öffentliche Krankenhäuser und staatliche Gesundheitsfürsorge und brachte Saskatchewan den Ruf ein, "Nordamerikas Sozial-Laboratorium" zu sein. Nach der wirtschaftlichen Erholung in den 40er und 50er Jahren wurde Saskatchewans einst allein von der Landwirtschaft abhängige Wirtschaft dank der Erschließung von Erdöl, Uran, Kali, Kohle und anderen Mineralien diversifizierter.

 


 

Die Bevölkerung

Zu den ersten Siedlern, die nach Saskatchewan kamen, gehörten die Métis, Abkömmlinge von Indianern und Europäern. Viele kamen aus Manitoba. Da man Land zu einem symbolischen Preis erwerben konnte, trat die Landwirtschaft allmählich an die Stelle des Pelzhandels. 1899 setzte eine große Einwanderwelle ein, die bis 1929 andauerte. Heute leben in Saskatchewan rund 1.019.500 Menschen. Die Bevölkerung Saskatchewans ist die einzige in ganz Kanada, die nicht mehrheitlich britischer oder französischer Herkunft ist. Ihre ethnische Vielfalt ist groß: deutsch, ukrainisch, skandinavisch, indianisch, niederländisch, polnisch, russisch, aber auch britisch und französisch. Darüber hinaus sind viele Menschen in Saskatchewan nicht-europäischer Herkunft. Regina (191.000 E.) und Saskatoon (210.000 E.) sind die größten Städte der Provinz. Hier lebt ein Drittel der gesamten Provinzbevölkerung. Die Hauptstadt Regina wurde nach der Königin Victoria (Victoria Regina) benannt. Sie liegt im Wascana Centre, einem der größten Stadtparks der Welt. Der Saskatchewan River teilt Saskatoon in zwei Teile.

 


 

Die Wirtschaft

Seit seinem Beitritt zur Konföderation hat sich Saskatchewan stark verändert. Damals war die Landwirtschaft, vor allem der Weizenanbau, der einzige Wirtschaftszweig der Provinz. Heute sorgt Saskatchewan für 28 Prozent der gesamten kanadischen Getreideproduktion. Neben Weizen werden auch Raps, Roggen, Hafer, Gerste und Flachs angebaut. Saskatchewan ist zudem ein wichtiger Erzeuger von Rindern und Schweinen. Eine Farm ist in Saskatchewan im Durchschnitt 420 Hektar groß. Die 350 000 km² Wald im Norden Saskatchewans stellen die größte erneuerbare Naturressource der Provinz dar. Die Nutzung von Nadelhölzern steht dabei im Mittelpunkt. Saskatchewan ist auch reich an mineralischen Vorkommen wie Kali, Uran, Kohle, Erdöl und Erdgas. Die 14 000 Ölquellen der Provinz fördern rund zwölf Prozent der gesamten Erdölproduktion Kanadas. Als Kaliexporteur ist Saskatchewan weltweit führend. Wie sehr Forschung und Entwicklung in Saskatchewan zu einem zukunftsträchtigen Wirtschaftszweig werden, zeigt sich an der Etablierung des Innovations-Zentrums von Saskatoon. Die technologischen Leistungen der Provinz in den Bereichen Landwirtschaft, Weltraumtechnik und Gentechnik werden international anerkannt.

 


 

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Quelle:
BOTSCHAFT VON KANADA
Abteilung Kultur, Presse und Akademische Beziehungen
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